Sachen mit Wœrtern

Zeitschrift für Literatur und Ähnliches


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Lyrik-Release # 7: Spur

Spur, Sporen, Spross: Auch in der siebten Ausgabe nimmt das Berliner Literaturmagazin Sachen mit Wœrtern ein auf den ersten Blick unscheinbares Wort unter die Lupe: SPUR. Was sich alles hinter diesem Code verbirgt, schlüsselt das neue Heft in kriminalistischer Manier auf ganzen achtzig Seiten auf – und darüber hinaus: Um die Spuren- und Sporenbildung der Sprache zu feiern, laden Sachen mit Wœrtern am am Donnerstag, den 1. Dezember 2016, um 19 Uhr in das Bauchhund Salonlabor zur Lyrik-Release (www.bauchhund.de). Zwischen Palindrom, Textecho, Wortspiel wird codiert, decodiert, neucodiert, bis die Zeichen tanzen. Es lesen: Anna Hetzer, Sascha Kokot, Titus Meyer, Ronja Seifert und Kinga Tóth. In einer Pop-up-Ausstellung werden außerdem die Text-Bild-Kombinate, die der Berliner Künstler Petrus Akkordeon für die Ausgabe angefertigt hat, zu sehen sein

Über die Lesenden:

Anna Hetzer, geboren 1986, Studium der Medizin, Philosophie, Literatur in Berlin. Teilnahme am Open Poems-Workshop 2008, seit 2011 bei Treffen des Lyrikkollektivs G13 | Lyrik. Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien, ihr Lyrikdebüt Zwischen den prasselnden Punkten erschien 2016 im Verlagshaus Berlin.

Sascha Kokot, 1982 in der Altmark geboren, lebt als freier Autor und Fotograf in Leipzig. Lehre als Informatiker, Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er erhielt verschiedene Stipendien und Preise, veröffentlichte in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften. 2013 erschien sein Debütband Rodung im Verlag edition AZUR.

Titus Meyer. Geboren 1986 in Berlin. Studium der Skandinavistik und Germanistik in Greifswald. Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Zwei Lyrikbände erschienen 2015 und 2016 im Verlag Reinecke & Voß. Zuletzt: Andere DNA. Ein Palindromroman.

Ronja Seifert, geboren 1991, wuchs in der Nähe eines Dorfes in Sachsen auf, es gab viele Apfelbäume. Lebt seit fünf Jahren in Berlin. Arbeitet in einer Kneipe und studiert.

Kinga Tóth, geboren 1983 in Sárvár, Ungarn. Sprachwissenschaftlerin und (Klang-)Poet-Illustratorin, Kulturmanagerin. Ihre Texte inszeniert sie mit Performance und Installationen. Sie erhielt mehrere Stipendien und veröffentlichte, neben Beiträgen in Anthologien, bereits drei Gedichtbände mit Illustrationen: ZSÚR (2013, Prae Verlag, Ungarn), ALL MACHINE/Allmaschine (2014, Magvető, Ungarn, Akademie Schloss Solitude), Wir bauen eine Stadt (2016, Parasitenpresse). www.tothkinga.blogspot.de


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Prosa-Release # 7: Spur

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Ob Endspurt oder ent-spurt – das Warten ist vorbei! Am 10. November erscheint die siebte Ausgabe von Sachen mit  Wœrtern: Thema „Spur“. Auch in diesem Heft nehmen wir in der bewehrten Kombination aus Literatur, Grafik und Illustration die Sprache unter die Lupe. „Ich kenne zweiundvierzig verschiedene Radspuren“, behauptet Sherlock Holmes in Conan Doyles Klassiker. Wir aber sagen: Geschenkt – das neue Heft präsentiert achtzig Seiten Spur! Darin wird gejagt, verfolgt, enträtselt, bis der Detektivroman alt aussieht.

Marion Poschmann spricht über das Aufspüren des Unsichtbaren im Gedicht, Sören Maahs leiht sich bekannte Stimmen aus der Literaturwelt von Goethe bis Bukowski, um Bedienungsanleitungen für Saugroboter zu schreiben, Mikael Vogel sammelt „Personenspuren“ auf dem Immobilienmarkt von Tokio. Dem Thema entsprechend wird an expliziten Inhalten nicht gespart – ob in Rudi Nuss’ Weltuntergangsszenario, Noir-Prosa-Fragmenten von Martin Lechner oder einer blutrünstigen Mörderballade von Johannes Witek: Es geht ordentlich zur Sache. Birgit Kreipes poetische Archäologie und Palindrom-Lyrik von Titus Meyer rücken der Sprache selbst zu Leibe, wie auch Dirk Bathens „Blackouts“, die aus buchstäblicher Schwarzmalerei neuen Sinn entstehen lassen. Über die Spuren von Materialität in der digitalen Welt (#bookporn) schreibt wiederum die Literaturbloggerin Sophie Weigand in einer neuen Kolumne.

Wer in die hohe Kunst des literarischen Fährtenlesens eingeweiht werden will und herausfinden möchte, was es in der neuen Ausgabe noch zu entdecken gibt, ist am 10. November ab 19 Uhr herzlich eingeladen zur Prosa-Release im Laika in Neukölln (Emser Straße 131, 12051 Berlin). Yannic Federer berechnet die Apokalypse, Emily Grunert geht auf Bärenjagd, Anja Kümmel entschlüsselt zwischen Tegel und Tempelhof Erinnerungscodes und Frank Sievers begibt sich auf die Spuren des von ihm übersetzten britischen Autors Robert Macfarlane. An diesem Abend bietet sich auch die erste Gelegenheit, das Heft – innen wie außen schöner denn je, so viel sei verraten – zu bestaunen und zu erstehen.

Der Eintritt ist frei.

Über die Lesenden:

Yannic Federer, geboren 1986 in Breisach am Rhein. Studium der Germanistik und Romanistik in Bonn, Florenz und Oxford. Promoviert und arbeitet an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. Schreibt Prosa. Veröffentlichungen in Metamorphosen und Karussell, Förderpreis der Wuppertaler Literatur Biennale 2016.

Emily Grunert, geboren 1992 in Mainz, studierte Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in Hildesheim und veröffentlichte erste Arbeiten in Anthologien. Sie schreibt gegenwärtig an ihrem Debütroman Den See im Rücken tritt Jacek ins Gras.

Anja Kümmel wurde 1978 in Karlsruhe geboren und lebt als freie Autorin und Journalistin in Berlin. Zuletzt erschien ihr dystopischer Zukunftsroman V oder die Vierte Wand im Hablizel Verlag.

Frank Sievers, geboren 1974 in Ahlen (Westf.), lebt als Übersetzer in Berlin. Studium des Literaturübersetzens in Düsseldorf sowie der Literaturwissenschaft in Münster, Nantes und Paris. Er hat als Krankenpfleger, Paketzusteller, Büroassistent, Bibliothekar und Performer gearbeitet. Seit 2016 veröffentlicht er auch eigene Texte.